Nice to meet you
16-Jähriger gewinnt Multimediawettbewerb
Die Gewinner für den Multimediawettbewerb „Nice to meet you - Kulturelle Kollisionen in 100 sec“ stehen fest. Am Dienstagabend wurde im Haus der Kulturen der Welt der erste Preis an den 16-jährigen Berliner Schüler Anton Schreiber verliehen für „Toleranz am Spinatsee“ (3.000 Euro): "Ein Film mit Beckett-Charakter, der mit jedem Mal sehen gewinnt", lobte Jurypräsident Dany Levy.
Der zweite und dritte Preis gingen an Ahmed Shah für "Biometrisch" (2.000 Euro) und Robinson Zuniga für "Valentino" (1.000 Euro).
Lobend erwähnt wurden Sarah Feddersen für „Nachbar- Ein Kaffee?“ sowie Özge Celik und Adam Janisch für "The Sound of Multikulti". Den Publikumspreis, der durch das Online-Voting auf der Website des Projekts ermittelt wurde, erhielt "1 ungleich 2 - Wie das Leben so spielt“ von Uwe Meinelt und Kino Berlino.
14 Filme und ein Hörspiel zum Thema, alle hundert Sekunden kurz, hatte die Jury aus Regisseur Dani Levy, Autor Wladimir Kaminer, Popsänger Muhabbet, Leichtathlet Heinrich Popow und Regisseurin Buket Alakus aus 160 Einreichungen nominiert. Alle Teilnehmer leben in Deutschland, ihre Wurzeln liegen jedoch in 27 verschiedenen Ländern.
„Nice to meet you“ wurde von radiomultikulti und dem Haus der Kulturen der Welt in Zusammenarbeit mit dem
Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs und dem rbb Fernsehen veranstaltet.
Die Gewinner:
1. Platz:
Den unterschwelligen Rassismus im Gutmensch-Geschwafel persifliert der Kurzfilm "Toleranz am Spinatsee“ von Anton Schreiber. Der 16-jährige Schüler aus Berlin ist zugleich der jüngste Teilnehmer des Wettbewerbs:
www.hundertsekunden.de
2. Platz:
"Biometrisch“ spielt in einem Fotoautomaten und handelt vordergründig von den neuen Richtlinien für biometrische Merkmale in Pässen. Das Filmgedicht von Ahmed Shah hinterfragt aber auch das Misstrauen gegenüber dem anderen, "verdächtigen“ Aussehen:
www.hundertsekunden.de
3. Platz:
Das Dokumentar-Video „Valentino“ von Robinson Zuniga fängt beispielhaft die direkte und persönliche Begegnung mit anderen Kulturen ein - inklusive aller Missverständnisse mit seinem 9-jährigen Protagonisten:
www.hundertsekunden.de
Lobende Erwähnungen:
Genau 100 Sekunden braucht der Fahrstuhl zur Wohung von Sarah Feddersen, die in ihrer gefilmten Performance "Nachbar - Ein Kaffee?“ erstmals alle 27 Parteien aus ihrem Haus kennenlernt:
www.hundertsekunden.de
„The Sound of Multikulti“ von Özge Celik und Adam Janisch ist eine Beatbox-Komposition, eine Hommage an die universelle Sprache der Musik:
www.hundertsekunden.de
Publikumspreis beim Online-Voting:
„1 ungleich 2 - Wie das Leben so spielt“ von Uwe Meinelt und Kino Berlino handelt von Erwachsenen,
die sich wie Kinder verhalten. Der Kurzfilm entstand innerhalb von 48 Stunden auf dem Kino Kabaret Film Festival im September 2008.
www.hundertsekunden.de
Am 1. Dezember um 23.55 Uhr strahlt das rbb Fernsehen eine 30-minütige Sondersendung zur “Nice
to meet you”-Preisverleihung aus.
Video
Am Montag, den 1. Dezember um 23.55 Uhr, zeigte das rbb Fernsehen die Bilder dieser Preisverleihung und Mitri Sirin präsentierte seine Highlights, Lieblingsfilme und die Preisträger - Kulturelle Kollisionen in 100 sec.
Video
Bilder von der Preisverleihung
Rund 800 Gäste waren im Haus der Kulturen dabei, als 6000 Euro für die drei besten 100 Sekunden gingen - die Preisverleihung des Wettbewerbs "Nice to meet you" war ein großer Filmabend.
Bildergalerie
Im Partyflur des Hauses der Kulturen der Welt stießen die Filmemacher, die Unterstützer, Förderer und Fans auf die "100 Sekunden" an.
Bildergalerie