Die Preisträger des Wettbewerbs 2008
Ausgezeichnet wurden zunächst drei Gesamtformationen mit den Hauptpreisen des Karnevals, dotiert mit je 1000 Euro.
1. Dulce Compania (97 Punkte)
Dulce Compania charakterisiert sich durch das große Format seiner Figuren auf Stelzen, deren sinnliche Ästhetik durch die Mischung aus Formen, Texturen, Farben und Gefühlen wiedergegeben werden und die Figuren zum Leben erwecken. Für den diesjährigen Karneval planen wir Figuren von einem der wichtigsten chilenischen Karnevals zu zeigen „La Fiesta de la Tirana“ – eine Mischung aus katholischen Kultureinflüssen und denen der indigenen Aimaras aus dem Norden von Chile.
2. Baba Jaga & The Violinist, Chmielnik/Polen (97 Punkte)
Die Baba Jaga, unser Regionalmaskottchen, und der Fiedler auf dem Dach: zwei Symbolfiguren, die das Zusammenleben zweier Völker in Chmielnik darstellen – die (christlichen) Polen und die (polnischen) Juden. Die unterschiedlichen Kulturen und Religionen lebten friedlich miteinander bis Rassenwahn und Antisemitismus unsere Stadt entvölkerten. Heute versuchen die Chmielniker Bürger das jüdische Erbe der Stadt wieder zu beleben und werben beim Karneval der Kulturen für den respektvollen Umgang aller Völker miteinander.
3. Rios Profundos (96 Punkte)
Im ‘Internationalen Jahr der Kartoffel’ möchten wir diese Knollenfrucht als großzügige Gabe unserer Mutter Erde ehren und als peruanischen und andinen Beitrag zur Welternährung mit unschätzbarem Wert für die gesamte Menschheit feiern. Ríos Profundos repräsentiert die Vielfalt der peruanischen Kultur. Die Mitwirkenden kommen aus den unterschiedlichsten Regionen des Landes und möchten diese nicht nur mit der Darbietung ihrer Bräuche und Kostüme vorstellen, sondern auch zeigen, wie durch das gemeinsame Auftreten der Wunsch nach Toleranz und Frieden Wirklichkeit werden kann.
Weitere zwei Wagen wurden mit zweiten Preisen, dotiert mit je 750 Euro, ausgezeichnet.
1. Bateria de Mascaras & East Sound Gallery & Friends
Ein Schiff wird kommen... Aus Fürstenwalde kommen Bateria de Mascaras und Freunde mit einem Floß über die Spree geschippert und verbreiten Spaß und Straßensamba an Bord. Für den Umzug wird das Floß vom Wasser auf die Straße gesetzt. Für die Zuschauer bringt es außerdem einige Überraschungen aus der Brandenburger Kleinstadt, die sich für einen Besuch empfehlen möchte. Wird hier die Landesgartenschau 2009 stattfinden?
Begründung der Juroren Ercan Arslan und OL: Der Frosch-Trabbi ist witzig, humorvoll und 100% umweltverträglich – unbedingt preisverdächtig!
2. Yaam
Yaam (young and african art market) – die Berliner Reggae-Institution! Im Vorfeld des Straßenumzugs wird unser Gelände am Spreeufer zum Treffpunkt für Karnevalsaktivisten verschiedenster Herkunft. Wir bauen zusammen den Wagen des Ikuku-Projects aus Nigeria, den aus Trinidad & Tobago inspirierten Soca- und Calypsowagen und natürlich den YAAM Wagen für alle lokalen Reggaefans. Drei Nächte lang feiern wir Partys im YAAM und auf der Hoppetosse, hier erwartet euch die absolute Soundbombe verschiedener Soundz und Stylez beim Culture Clash – der Karnevalsaftershow!
Begründung der Juroren Ercan Arslan und OL: Der Reggae-Club Yaam hat einen Wagen gebaut, der außergewöhnlich gelungen und ästhetisch anspruchsvoll zeigt, was man in diesem Club findet: Sport, Tanz, Begegnung, Toleranz und – Reggae, Reggae, Reggae
Außerdem gingen an zwei Kinder- und Jugendgruppen Preise für beste Jugendperformance, dotiert mit je 500 Euro.
1. Baba Jaga & The Violinist, Chmielnik/Polen
Die Baba Jaga, unser Regionalmaskottchen, und der Fiedler auf dem Dach: zwei Symbolfiguren, die das Zusammenleben zweier Völker in Chmielnik darstellen – die (christlichen) Polen und die (polnischen) Juden. Die unterschiedlichen Kulturen und Religionen lebten friedlich miteinander bis Rassenwahn und Antisemitismus unsere Stadt entvölkerten. Heute versuchen die Chmielniker Bürger das jüdische Erbe der Stadt wieder zu beleben und werben beim Karneval der Kulturen für den respektvollen Umgang aller Völker miteinander.
Begründung der Juroren Cathrine Milliken und Sabine Budde: Wie andere Städte in Polen oder auch hier in Brandenburg war Chmielnik geprägt von nachbarschaftlichem Zusammenleben von Christen und Juden, bis Rassenwahn und Antisemitismus dieses Erbe zerstört haben.
Die Gruppe Baba Jaga & the Violinist setzt diese Geschichte in Form einer Straßenperformance eindrucksvoll in Szene. Die Jury hat in besonderer Weise alle Komponenten – eine starke Idee, die passende Musik, die choreographische Umsetzung und die Wirkung auf das Publikum – überzeugt.
2. Hellersdorf-Nord
‘Ob nah, ob fern, ob groß, ob klein: Hellersdorf-Nord, das muss es sein!’ Dies ist das Motto der Hellersdorfer Tänzer, Musiker und Sänger. Die Lebensfreude der Bewohner und die Vielfalt dieses Stadtteils spiegeln sich in drei Choreographien wieder, in denen sich orientalischer Tanz, Perkussion, Cheerleadertanz und die Gesänge Hellersdorfer Kinder vereinen. Die einzelnen Elemente der verschiedenen Generationen verschmelzen zu einer lebensfrohen, harmonischen Welle aus Musik, Tanz und Gesang, die auch alle Zuschauer mitreißen und die Vorurteile gegenüber dem Stadtteil wegspülen soll.
Begründung der Juroren Cathrine Milliken und Sabine Budde: "Ob nah, ob fern, ob groß, ob klein: Hellersdorf Nord, das muss es sein!“ Das war das Motto der Formation Hellersdorf-Nord, das in überzeugender herzerfrischender Weise umgesetzt wurde. Unter Beteiligung der jüngsten Akteure auf diesem Karneval haben Hellersdorfer Bürger mit Charme und Spielfreude gezeigt, dass und wie das Zusammenspiel von höchst unterschiedlichen Elementen: Cheerleadertanz, orientalischer Tanz zu Hellersdorfer Trommelwirbel gelingen kann.